ShowNET

Deine Plattform für professionelle Lasersteuerung

ShowNET ist die Steuerungs- und Verarbeitungsplattform in kompatiblen Laserprojektoren und als externes Interface. Sie vereint netzwerkbasierte Lasersteuerung, einen integrierten DAC, lokalen Content-Speicher und professionelle Lichtsteuerungsfunktionen in einem System.

ShowNET ist entweder als integriertes Mainboard in einem kompatiblen Projektor oder als externes Interface für Lasersysteme mit ILDA-Eingang verfügbar. Beide Varianten nutzen die gleiche grundlegende Verarbeitungstechnologie; Einbauform und physische Anschlüsse unterscheiden sich.

Integriertes MainboardDirekt im Projektor installiert.
Externes InterfaceErgänzt einen Laser mit ILDA-Anschluss um ShowNET.
Internes und Externes Laserworld ShowNET-Interface, mit Verpackung
Wichtigste Anwendungen

So wird ShowNET typischerweise eingesetzt

Die wichtigsten Anwendungen sind direkte Softwaresteuerung über Ethernet, Wiedergabe aus dem lokalen Speicher sowie Steuerung über professionelle Lichtsteuerungssysteme via DMX512 oder Art-Net.

Symbol für LAN-Steuerung

Direkte Softwaresteuerung

Kompatible Lasersoftware sendet den vollständigen Lasersteuerungs-Datenstrom direkt über Ethernet an ShowNET. Der integrierte DAC wandelt die digitalen Netzwerkdaten in die analogen Scanner- und Farbsignale um, die der Projektor verwendet.

Symbol für Stand-alone-Modus

Lokale und Stand-alone-Wiedergabe

Auf der integrierten microSD-Karte gespeicherte ILDA-Dateien können ohne dauerhaft verbundenen Computer wiedergegeben werden – entweder als automatische Sequenz oder als einzelne Datei in Endlosschleife.

Symbol für DMX-Modus

DMX512

Lichtpulte können lokal gespeicherte Laser-Inhalte auswählen und Parameter wie Position, Größe, Rotation, Farbe, Intensität, Animationsgeschwindigkeit und geometrische Effekte anpassen.

Symbol für Art-Net-Modus

Art-Net

Dieselbe interne Content- und Effekt-Engine lässt sich über Ethernet von Art-Net-Pulten, Controllern und kompatibler Lichtsoftware ansteuern.

Netzwerk-DAC

Direkte Lasersteuerung über Ethernet

ShowNET übernimmt die für den Laserprojektor erforderliche Digital-Analog-Wandlung. Dadurch kannst du kompatible Anwendungen direkt über eine Standard-Ethernet-Verbindung mit dem Gerät verbinden, ohne am Steuerrechner ein separates USB-zu-ILDA-Interface zu benötigen.

Du kannst ein Gerät direkt verbinden oder mehrere ShowNET-Systeme über Standard-Switches und Netzwerkkabel in eine normale Netzwerkinfrastruktur integrieren.

Kompatible Software

Showcontroller, Showeditor, MadMapper / MadLaser, TouchDesigner, ILD Render und Millumin sind direkt kompatibel. Eine API / ein SDK für Drittanbieter-Integrationen ist für kommerzielle Projekte auf Anfrage verfügbar. Prüfe die Kompatibilität für die eingesetzte Software- und Betriebssystemversion.

Diagramm der Softwaresteuerung über Ethernet und ShowNET zu einem Laserprojektor

Vereinfachtes Signalflussdiagramm auf Basis des dokumentierten ShowNET-DAC-Workflows.

Lokale Inhalte

Integrierter microSD-Content-Speicher

Die microSD-Karte dient als lokaler Speicher für statische Grafiken, Logos, animierte Grafiken, abstrakte Muster, komplette Shows sowie Test- und Ausrichtungsmuster. Eigene ILDA-Dateien können auf das Gerät übertragen werden und bleiben dort lokal verfügbar.

Diese lokale Bibliothek bildet die Grundlage für mehrere ShowNET-Funktionen: Stand-alone-Wiedergabe sowie die gezielte Auswahl einzelner Inhalte über DMX oder Art-Net.

Dateiformat: Der ShowNET-Speicher ist für ILDA-Dateien ausgelegt; RGB-Wiedergabe erfolgt mit ILDA-Formatcode 5.
Diagramm: ShowNET-microSD-Inhalte für Stand-alone-, DMX- und Art-Net-Workflows
Betrieb ohne Computer

Stand-alone- und automatische Wiedergabe

ShowNET kann Inhalte aus dem lokalen Speicher ohne dauerhaft verbundenen Computer wiedergeben. Bei der automatischen Wiedergabe werden die gespeicherten ILDA-Dateien nacheinander abgespielt; im Einzeldatei-Modus kann eine ausgewählte Datei kontinuierlich wiederholt werden.

Typische Anwendungen sind feste Logoprojektionen, wiederholte Grafiken oder Animationen sowie Test- und Ausrichtungsmuster. Die üblichen Lasersicherheitsanforderungen, Interlocks und die anlagenspezifische Sicherheitsbewertung gelten auch im Stand-alone-Betrieb.

Laserworld-Symbol für Stand-alone-Modus
Gespeicherte ILDA-Inhalte → ShowNET → Projektor
Keine dauerhafte Softwareverbindung erforderlich
Lichtsteuerung

DMX512-Steuerung

DMX512-Befehle können Dateien auf der ShowNET-microSD-Karte auswählen und deren Wiedergabeparameter verändern. So lässt sich ein Laser in einem vertrauten, Fixture-orientierten Workflow einsetzen, während die eigentlichen grafischen Inhalte lokal im Projektor oder Interface gespeichert bleiben.

DJ-Modus — 19 KanäleWeniger Kanäle, zentrierte Standardwerte und vereinfachte Bedienung für schnelles Programmieren.
Professional-Modus — 34 KanäleDetailliertere Steuerung, 16-Bit-Auflösung für zentrale Funktionen und Zugriff auf Setup-Parameter.
  • Muster- oder Dateiauswahl
  • Intensität und Farbe
  • Horizontale / vertikale Position und Größe
  • Rotation und Animationsgeschwindigkeit
  • Zeichen-, Scan- und geometrische Effekte
Laserworld-Symbol für DMX-Modus

Lichtpult → DMX → ShowNET

Lokale Inhalte werden ausgewählt; Steuerkanäle verändern deren Wiedergabe.

Netzwerkbasierte Lichtsteuerung

Art-Net-Steuerung

ShowNET kann über seine Ethernet-Verbindung Art-Net-Daten empfangen. Ein Lichtpult oder kompatible Software kann dieselbe interne Muster- und Effekt-Engine ansteuern, die auch von den DMX-Profilen verwendet wird.

Über Art-Net lassen sich Musterauswahl, Positionierung, Skalierung, Rotation, Farbe, Intensität, Animation und geometrische Effekte steuern. Im ShowNET Admin Tool konfigurierst du Eingangsquelle und Adressierung.

ShowNET kann empfangene Art-Net-Kanalwerte außerdem als physisches DMX-Signal ausgeben. Diese Funktion wandelt DMX-Werte um und ist nicht als Unterstützung sämtlicher optionaler Art-Net-Managementfunktionen zu verstehen.

Laserworld-Symbol für Art-Net-Steuerung
Pult / SoftwareArt-Net-Sender
Ethernet-NetzwerkStandard-Netzwerkinfrastruktur
ShowNETLokale Content- und Effekt-Engine
Konfiguration & Wartung

ShowNET Admin Tool

Das Admin Tool bündelt zentrale Funktionen für Konfiguration, Wartung und Content-Management von ShowNET-Geräten.

  • Geräteerkennung und Netzwerkkonfiguration
  • Auswahl von Betriebsart und Datenquelle
  • microSD-Zugriff und Dateiverwaltung
  • Scanner-Speed und Projektionsbereich einrichten
  • Sicherheitszonen und geometrische Korrektur
  • Farbkorrektur und Farbbalance
  • Art-Net-/DMX-Konfiguration und Tests
  • Firmware-Updates

Vorhandenes Laserworld Admin Tool Tutorial

Dieses Video zeigt bereits Gerätetests, Firmware, Uploads auf die SD-Karte, DMX-/Art-Net-Einstellungen, Projektionszonen, Sicherheitszonen und geometrische Korrekturen und ist hier daher hilfreicher als neu erstellte Screenshots.

Zusätzliche Funktionen

Nützliche Spezialanwendungen

ILDA-Streaming und Master/Slave-Betrieb erfüllen unterschiedliche Spezialanforderungen. Deshalb werden sie hier bewusst getrennt von den primären Steuerungsmethoden dargestellt.

ILDA-Streaming über ein Netzwerk

Ein externes ShowNET-Interface kann ein eingehendes analoges ILDA-Signal erfassen, in einen digitalen Netzwerkstream umwandeln und über Ethernet-Infrastruktur übertragen. Ein ShowNET-Empfänger wandelt den Stream anschließend wieder in die analogen Signale um, die der Zielprojektor benötigt.

Das ist besonders nützlich, wenn ein vorhandener Laser-DAC Teil des Systems bleiben soll, die analoge ILDA-Kabelstrecke aber durch Standard-Kupfer-Ethernet oder eine geeignete Glasfaserverbindung ersetzt werden soll.

ILDA-Streaming vom vorhandenen DAC über ShowNET-Sender und Netzwerk zum Empfänger und Laser
Master/Slave-Diagramm mit Steuerbefehlen vom Master zu mehreren Slaves mit identischen lokalen Dateien

Master/Slave-Betrieb

In einer Master/Slave-Konfiguration erzeugt der Master Steuerbefehle, während jeder Slave die entsprechende Aktion mit seiner eigenen internen Verarbeitung ausführt. Die vollständigen ILDA-Grafiken werden nicht über die Master/Slave-Verbindung übertragen.

Für eine konsistente Wiedergabe müssen alle beteiligten Geräte dieselben ILDA-Dateien in derselben Reihenfolge enthalten und kompatible Speicherkarteninhalte, Konfigurationen und Firmware verwenden.

Hardwarevarianten

Wähle die ShowNET-Variante, die zu deinem System passt

Das grundlegende ShowNET-Verarbeitungskonzept ist identisch, doch Bauform und Anschlüsse unterscheiden sich zwischen integrierter Installation, kompaktem externen Interface und ShowNET PRO.

Laserworld ShowNET OEM-Integrationsset

Integriertes ShowNET-Mainboard

Im Projektor installiert und direkt mit dessen internem Signalweg verbunden.

  • Kein separates externes Gehäuse
  • Nutzt das Anschlussfeld des Projektors
  • Dient normalerweise als ILDA-Stream-Empfänger
Kompaktes externes Laserworld ShowNET-Interface

Externes ShowNET-Interface

Kompaktes externes Interface für kompatible Projektoren mit ILDA-Eingang.

  • Ethernet-Netzwerkschnittstelle und ILDA-Anschluss
  • microSD-Content-Speicher
  • Separater Adapter für eine konventionelle physische DMX-Verbindung erforderlich
Laserworld ShowNET PRO Interface

ShowNET PRO

Robuste externe Variante für professionelle Anwendungen und Touring.

  • Gehäuse mit Schutzart IP64
  • Integriertes Display und Ethernet-Switch
  • 5-poliger DMX-Ein- und -Ausgang
  • M10-Montagegewinde